Veranstaltungsreihe



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Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts führt Deutschland wieder Krieg. Die Bundeswehr verteidigt in insgesamt elf Auslandseinsätzen deutsche Interessen mit Waffengewalt. Sie ist infolge der umfassendsten Reform Zeit ihres Bestehens zu einer offensiven „Armee im Einsatz” transformiert worden. Schon lange ist die deutsche Geschichte samt der damit verbundenen Menschheitsverbrechen kein Hindernis mehr für ein aggressives Auftreten Deutschlands auf dem internationalen Parkett. Kriege für die Interessen der Konzerne und die Macht der deutschen Politik sind zur blutigen Normalität geworden.
Deutschland ist jedoch nicht das einzige Land, welches immer militärischer internationale Politik betreibt. Vielmehr werden neoimperialistische Kriege gemeinsam mit anderen westlichen Mächten wie den USA im Rahmen der NATO geführt. Der sogenannte „Krieg gegen den Terror” dient als ideologischer Vorwand und die Verbreitung von Demokratie und „Zivilisation” in der „dritten Welt” als Legitimation für eine Reihe von Kriegen im 21. Jahrhundert. In der Bundesrepublik dient vor allem die eigene Geschichte als Hebel für die Unterstützung der Kriege: Der historische Schwur „Nie wieder Auschwitz!” ist spätestens seit dem Kosovo-Krieg 1999 ein Instrument, um Deutsche hinter den Panzern zu versammeln. Doch fernab der Berichterstattung der Tagespresse wird in den strategischen Papieren von NATO, EU und BRD sogar offen ausgesprochen, dass wirtschaftliche Interessen das wirkliche Motiv der kriegführenden Parteien sind.
Da Krieg ein zunehmend akzeptiertes Mittel der Außenpolitik geworden ist, sollte es nahe liegen, dass diese Entwicklung Gegenstand von Kritik und Widerstand von Seiten der deutschen Linken ist. Stattdessen werden von diversen bellizistisch gewendeten Exlinken diese kapitalistischen Kriege verklärend als Kampf gegen den internationalen Islamismus gefeiert. Die Verwundeten und Toten der Kriege werden dabei billigend in Kauf genommen.
Die Linksjugend ['solid] Hamburg steht hingegen in der friedenspolitischen Tradition der Linken und will eine Antikriegsposition in der Gesellschaft stärken. Im Rahmen der Kampagne „Mit Kapitalismus ist kein Frieden zu machen!” soll mit einer sechsteiligen Veranstaltungsreihe ein Beitrag dazu geleistet werden, dass die „Zivilisation bringenden” Kriege als das entlarvt werden, was sie sind: Kriege im Interesse des Kapitals.


Überblick über die Veranstaltungsreihe

15.2.2010
Klaus Henning:
Imperialismustheorie auf der Höhe der Zeit
19.30 Uhr - Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20

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Mitschnitt:



22.3.2010
Detlef Mielke (DFG-VK)
Kriegsdienstverweigerung und Rekrutierungsmethoden der Bundeswehr
19.30 Uhr - Büro der Bezirksfraktion von DIE LINKE Altona

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7.4.2010
Rolf Verleger:
Judentum und Zionismus
19.30 Uhr - Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20

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Bericht zur Veranstaltung:



11.5.2010
Lühr Henken:
Der Fall Afghanistan: Deutsche Interessen am Hindukusch
Oder: Krieg am Hindukusch im 9. Jahr - Gibt es eine Chance auf Frieden?

19.30 Uhr - Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20

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Mitschnitt:



23.6.2010
Tobias Pflüger:
Die Transformation der Bundeswehr und die Militarisierung der deutschen Außenpolitik
19.30 Uhr - Universität Hamburg, ESA 1, Hörsaal H, Edmund-Siemers-Allee 1

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12.7.2010
Jürgen Wagner:
Militarisierung der EU-Außenpolitik und NATO-Kriegspolitik - Transformationen und Kontinuitäten
19.30 Uhr - Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20

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